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Als man mir diese Geschichte erzählte, sass ich auf der warmen Ofenbank.
Doch es lief mir kalt den Rücken hinunter, weil es sich doch vor etlichen Jahren tatsächlich so zugetragen haben soll.
An der Igelweidstrasse steht noch heute einsam das Haus, wo seinerzeit die Familie Richner, Wagners, wohnte.
Wenn ihre Zwetschgen und Pflaumen reif waren, wurden ihnen jede Nacht Früchte ab den Bäumen gestohlen.
Die geplagten Leute nahmen Zuflucht zu den armen Seelen und liessen in der Quatemberzeit Messen für sie lesen.
In der damaligen Zeit arbeiteten etliche Hägglinger Männer in den Mägenwiler- und den Eckwiler Steinbrüchen,aber auch schon einige in Baden in den Fabriken.  Den Weg bewältigte man damals selbstverständlich zu Fuss.
Am Morgen früh und abends spät kamen diese Arbeiter beim Wagner-Haus vorbei. Abends beim Einnachten glaubten sie sich sicher und machten sich einen Spass daraus, im Vorbeigehen jeweils ein paar Früchte zu naschen.
Als sie sich nun eines Abends den Zwetschgenbäumen  näherten, erblickten sie vor sich plötzlich eine weisse Gestalt , die ganz geisterhaft aussah. Die breitschultrigen Steinbrüchler getrauten sich nun nicht mehr, näher zu treten und trotteten diesmal leer nach Hause.
In einer der folgenden Nächte schlichen dann einige mutige Burschen mit dem Gewehr an die Igelweidstrasse, um sich an die Zwetschgen zu machen. Sie glaubten, sie könnten den eigenartigen Wächter mit der Waffe den Hang hinunter in das Schilf-Feld jagen.
Als sie unter den Baum traten, war die weisse Gestalt prompt wieder da. Aber in dem Augenblick, als die Burschen zugreifen wollten, war sie plötzlich verschwunden. Da wussten sie, dass es ein Geist war und voller Schreck liessen sie das Gewehr fallen und rannten ins Dorf zurück.
Seither getraute sich niemand mehr, bei Wagners Zwetschgen zu stehlen.