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In einem Haus an der Friedhofstrasse befindet sich in einem Schlafzimmer ein unscheinbarer Kasten.
Wenn man sich nicht extra achtet, sieht man ihn kaum.
Seit Menschengedenken weiss niemand, dass der Kasten je geöffnet worden wäre.
Es ist auch ein ganz eigenartiger Kasten, denn nirgends findet man weder ein Schlüsselloch noch eine Türe.
Nun wunderte sich vor vielen Jahren ein Mann, was wohl in diesem Kasten verborgen sein könnte.
Er holte seine Axt und wollte den Kasten aufbrechen.
Aber in dem Moment, als er mit der Axt zum Schwung ausholte,
knallte und krachte es – und der Kasten öffnete sich.
Vor lauter Schreck stürzte der Mann aus dem Zimmer und fiel die Treppe hinunter in die Küche.
Volle vierzehn Tage musste er das Bett hüten, bis er sich von den Schrammen und Beulen erholt hatte.
Doch damit nicht genug: Seit jenem Tag war die offenbar im Kasten gebannte Seele frei und wandelte im
Haus herum. Sobald jemand die Treppe zum Schlafzimmer betrat, war auch eine weiss gekleidete Frau
 mit einem roten Kopftuch da und stieg die Treppe hinauf und hinunter. Aber auch sonst erschien die
Gestalt tagsüber oder in der Nacht den Hausbewohnern,
sodass es diesen verständlicherweise immer unheimlicher wurde.
Endlich riet eine gute Nachbarin, man solle doch einen Kapuzinerpater
kommen lassen, damit dieser die arme Seele wieder in den Kasten zurückbanne.
Der Pater kam und betete; er hatte aber derart Mühe,
die Gespensterfrau zu bändigen, dass ihm der Schweiss von der Stirne rann.
Schliesslich gelang ihm das Werk doch.
Und seither hütet sich in diesem Haus jedermann, den Geisterkasten je wieder zu berühren.