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Früher, als man noch zu Fuss oder allenfalls mit dem Pferd reiste, nahm man den Weg nach Wohlen
durch den Wald: Über den Anglikerweg (heute Friedhofstrasse), durch die Zinsmatten und ab der
Dottikergrenze durch den Wald bis nach Anglikon, eben durch das Anglikerholz.
Der Wald gilt von altersher als geheimnisvoller Ort,
 wo es oft mit nicht erklärbaren Dingen zu und her geht:
Da wohnen ja die Gnomen, die Erdmännchen,
die Feen und allerlei bekannte und
unbekannte Wesen und mancherlei Getier.
Gute, aber auch weniger gute Geister können einem
da begegnen. Auch versteckt sich oft allerlei Gesindel im tiefen Wald. Ist es da
verwunderlich, dass man in so einem dunklen
Wald ganz eigenartige, gespenstische Erlebnisse haben kann?
Auf dem Weg durch das Anglikerholz haben denn auch unsere
Ur- und Ururgrosseltern allerlei unerklärbare und gruselige Geschichten erlebt.
Deshalb getrauten sich die meisten nur mit geheimem Grauen und nur bei Tageslicht durch diesen Wald.
Viele hatten schon das gleiche erlebt wie jener Bauer, der vor bald hundert Jahren durch das Anglikerholz nach
 Wohlen marschieren wollte:
Mitten im Wald vernahm er ganz
plötzlich eine wundersame Musik, die Hexenmusik. Kalt lief es ihm den
Rücken hinunter. Er beschleunigte seinen
Schritt und hoffte, bald in Anglikon aus dem Wald zu gelangen.
Die Musik aber war ständig hinter ihm. Lief er langsamer, hörte er die
Musik direkt hinter seinem Nacken und trieb ihn wieder zu schnellerem Gehen an.
Stand er aber still, verstummte die Musik.
Sobald er aber wieder einen Schritt tat, war sie wieder da, direkt hinter ihm.
Direkt hinter seinem Rücken, auch wenn er sich
umdrehte, und nochmals umdrehte, immer direkt hinter ihm die
Hexenmusik. Vor lauter Schreck wusste er nicht mehr, wo er wirklich war. Lief er nun gegen
Anglikon oder wieder zurück nach Hägglingen.  - 
Schweisstriefend gelangte er nach drei Stunden endlich aus dem Wald: er war in Rüti.